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Nachfolgend sollen der Verarbeitungsablauf
und die einzelnen Maschinen näher beschrieben werden. Bei
Anlieferung des Getreides wurde zuerst mittels Dezimalwaage die
genaue Menge festgestellt. Danach wurde das Getreide in die Einschüttgosse
im Erdgeschoß der Windmühle gegeben und durch einen
Elevator in die 4. Etage befördert.
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Hier
befindet sich der Aspirateur,
der das Getreide von Staub, Spreu und Sand reinigt. Fremdkörper
aus Metall, wie Nägel, Schrauben usw., werden anschließend
durch den Magneten aus dem Getreide entfernt. Unter dem
Magneten befindet sich ein Trieur, der runde Samenkörner
wie Raps, Wicken und ähnliches vom eigentlichen Getreide
trennt.
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Danach
gelangt das Korn in die sich
im 1. Stock befindliche Spitz- und Schälmaschine.
Hier
werden der ölhaltige Keim, das Bärtchen und die
äußere Holzfaserschicht vom Getreidekorn abgetrennt.
Dies wird erreicht, indem die Körper durch Schmirgelleisten
gegen einen zylindrischen Schmirgelmantel gedrückt
und abgescheuert werden.Die anschließende Bürstenmaschine
säubert in einer Trommel mit drehendem Bürstensystem
das Getreidekorn von noch anhaftenden Schalen- und Schmutzteilen
sowie restlichen Keimen.
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Die
leichten Schalenteile werden von den
Maschinen durch Ventilator und Druckfilter abgesaugt und
anschließend als Schälkleie abgesackt. Die Keime
werden einer separaten Absackeinrichtung zugeführt.
Das Mahlgut gelangt danach über Elevatoren in die waagerecht
liegende Netzschnecke, die zum eventuell notwendigen Benetzen
mit Wasser, speziell beim Weizen, eingesetzt wird.
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Im anschließenden
Abstehbehälter verbleibt das Produkt 6 bis 8
Stunden und gelangt dann
in den Quetschstuhl. In ihm wird das Getreidekorn leicht
angedrückt, damit sich der im Kornspalt haftende Staub
lösen kann. Dieser wird im Blaumehlzylinder als das
sogenannte Blaumehl, besonders beim Roggen, abgesiebt.
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Danach gelangt
das Mahlgut in den Doppelwalzenstuhl,
die wichtigste Vermahlungsmaschine der Mühle.
Es wird durch eine Speisewalze (oben liegend) gleichmäßig
auf zwei verschieden schnell laufende, schräg
übereinander liegende Hartgußwalzen verteilt
und zerkleinert. In der anschließenden Ausmahlmaschine
wird der Grieß zu Mehl gemahlen, wobei wiederum
die obenliegende Speisewalze das Mahlgut auf die glatten
Hartgußwalzen verteilt und zu schwachen Blättchen
drückt. In den darunter befindlichen Mahlscheiben
werden diese Blättchen dann zu einem mehligen
Mahlgut zerkleinert.
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