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Faszinierende
Technik eines Denkmales
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Begibt man sich in den oberen Teil der Windmühle,
kann man mitunter ein Knarren und Murmeln vernehmen,
so als ob es in der Mühle von Geistern wimmelt. Ist die Mühle
erst einmal in Betrieb, glaubt man sich in einen Gruselfilm versetzt.
Erklären kann man sich dies wohl durch das Zusammenwirken der
verschiedensten Elemente der Kraftübertragung des Mühlenantriebes. Selbst bei Stillstand
kommt die Mühle nie zur Ruhe. Das Mauerwerk der Mühle hat eine Höhe von 13
Metern, bis zur Wetterfahne sind es 18 m. Sie ist konisch gebaut,
der Durchmesser beträgt am Boden 8 m und am Turm 5,5 m. Die
Ruten (Flügel) haben eine Länge von 9 m.
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Bei der Turmholländerwindmühle wird das Dach mit Hilfe der Windrose
gegen den Wind gedreht. Die Windrose ist mit 8 Flügeln ausgestattet.
Diese betätigt bei Änderung der Windrichtung automatisch
über Kettenantrieb die jeweiligen Schneckengetriebe und Zahnräder.
Die Dachhaube liegt gewissermaßen
auf einem Kugellager, bestehend aus 44 gußeisernen Kugeln
von 100 mm Durchmesser. Letztere
wiederum greifen in den feststehenden,
unterhalb der Rollbahn befindlichen Außenkranz mit 315 Zähnen
ein und bewirken so die ständige Drehung des Rutenkranzes gegen
den Wind.
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 Ausgehend
von den Ruten wird
die Kraft auf die sechs Meter lange eiserne Rutenwelle mit aufgekeiltem
Wellkopf übertragen und das große Kammrad betätigt.
Es ist aus Eichenholz gefertigt, wobei 80 Weißbuchenkämme
eingebaut wurden. Dieses hölzerne Kammrad greift in den gußeisernen
Bonkel mit 40 Zähnen und treibt damit die Königswelle
an. Das auf der verkürzten Königswelle (2,60 m lang) liegende
gußeiserne Stirnrad mit 150 Weißbuchenzähnen (Durchmesser
von 2,20 m) greift in das kleine Stirnrad mit 30 Zähnen ein
und treibt so die verlängerte Königswelle an. Diese reicht
vom vierten Stock bis in den Keller, ist 14 cm stark und im Mühlengebäude
exzentrisch angeordnet. Vom Mühlenkeller aus erfolgt der weitere Antrieb der einzelnen Maschinen der Windmühle. 
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Ca. 120 Tage im Jahr gab es "brauchbaren"
Wind. Die zur Produktion minimal notwendigeWindstärke
war 3 bis 4. Abnehmbare Leistung bei Windstärke 3 = 6-8 PS,
bei Windstärke 6 = 15 PS, maximal abnehmbare Leistung bei Windstärke
9 = 20 PS. In 24 Stunden konnten 3t Getreide zu Mehl verarbeitet werden, wobei
die Maschinen 6 bis 7 mal durchlaufen wurden, um in der Mischmaschine
zu einer typengerechten Mehlsorte anzulangen. Bei der Geschwindigkeit
der Flügel von 18 Umdrehungen/min wird durch Schwunggewichte
das Drehheck geöffnet, damit gleichmäßige Umdrehungen
gesichert werden.
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Bis 1932 wurden aus mehreren Natursteinen zusammengesetzte Mühlsteine
eingebaut. Diese bestanden aus französischem Süßwasserquarz.
Danach kamen gegossene Kunststeine, auch Schmirgelsteine zum Einsatz.
Im Spitz- und Schälgang wurden monolitische Natursteine, insbesondere
aus Sandstein, verwendet.Das Ausbauen der schweren Mühlsteine
und Schärfen war für den Müller jedesmal eine schwierige
und langwierige Arbeit. Etwa aller 6 Monate war diese Arbeit an
einem Mühlstein notwendig. Zum Bearbeiten beider Mühlsteinseiten
waren ca. 30 Stunden notwendig. Die Mühlsteine wurden von Hand in mühevoller Arbeit geschärft. Verwendet wurden dabei sogenannnte Picken,
Krauß- und Furchenhämmer. Ein Mühlstein wiegt ca.
1 Tonne.  
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